Eine Gruppe von Kindern liegt im Kreis auf dem Rasen, die Füße berühren sich in der Mitte, während sie Volleyballbälle in die Luft werfen und so ein verspieltes, symmetrisches Muster bilden.

Gildenhall im Ausnahmezustand

Der Sportplatz in Gildenhall war eine ganze Woche fest in den Händen von 70 Kindern und Jugendlichen, die beim 18. Sommercamp des SV Union Neuruppin Handball, Bewegung und Gemeinschaft in ihrer intensivsten Form erlebt haben. Viele waren zum ersten Mal dabei – und wurden sofort Teil einer lebendigen Campkultur, die vom ersten Zelthering bis zur letzten Disco-Minute von Energie, Neugier und echtem Teamgeist getragen wurde.

Handball bildete das Herzstück des Camps. Ob in der Halle, auf dem Rasen oder im Sand: Die Kinder waren ständig in Bewegung, lernten neue Techniken, verbesserten ihre Koordination und erlebten, wie viel Spaß es macht, gemeinsam für ein Ziel zu spielen. Die klare Tagesstruktur mit vier Programmpunkten gab Orientierung, während die Mischung aus Training, Spiel und freier Zeit dafür sorgte, dass die Kinder sportlich gefordert und sozial gestärkt wurden.

Rund um den Handball entstand ein vielfältiges Sportangebot: Tischtennis, Hockey, Fußball, Ultimate Frisbee sowie Cornhole, Discgolf und Indiaca in Zusammenarbeit mit dem Kreissportbund. Line Dance brachte erneut Rhythmus und Bewegung ins Camp und zeigte, wie vielseitig moderne Jugendarbeit sein kann. Die Kinder probierten aus, entdeckten Neues und fanden oft überraschend schnell heraus, wo ihre Stärken liegen.

Die Höhepunkte der Woche hatten echten Eventcharakter: Die BEACH‑WM verwandelte den Sandplatz in eine kleine Arena voller Emotionen und Teamspirit. Beim Feuerwehrnachmittag standen Action, Wasser und Staunen im Mittelpunkt. Und der große Actionbound durch die Neuruppiner Innenstadt verband Bewegung, Orientierung und Abenteuer – ein sportliches Stadterlebnis, das viele Kinder so noch nie erlebt hatten. Abends wurde es gemütlich und gemeinschaftlich: Lagerfeuer, Popcorn, Public Viewing und die traditionelle Disco sorgten für diese besondere Campmagie, die man nicht erklären muss, weil man sie spürt.

Ein starkes Zeichen setzte auch die internationale Begegnung mit Gästen aus Babimost. In altersgemischten Teams traten alle Kinder bei einer bunten Olympiade gegeneinander an – und zeigten, wie Sport Sprachbarrieren überwindet und echte Verbindungen schafft.

Getragen wurde das Camp von einem beeindruckenden Team aus 25 Ehrenamtlichen, die in Küche, Sport, Social Media, Material und Organisation dafür sorgten, dass die Woche rund lief. Ein besonderer Moment war die Auszeichnung von sechs Betreuerinnen und Betreuern durch den Kreissportbund: fünf Ehrennadeln in Bronze und eine in Silber – ein starkes Zeichen für Engagement und Kontinuität in der regionalen Sportlandschaft. Der Besuch des Bürgermeisters und des Innenministers des Landes Brandenburg unterstrich zusätzlich die Bedeutung des Camps für die Jugendarbeit und den Vereinssport.

Das Sommercamp hat gezeigt, wie viel Kraft im Handball steckt: Bewegung, Gemeinschaft, Mut, Fairness und die Fähigkeit, Kinder aus unterschiedlichsten Hintergründen zu verbinden. Wer die Atmosphäre erlebt hat, weiß, warum dieses Camp jedes Jahr zu einem Höhepunkt der regionalen Sportkultur wird.

Weitere Eindrücke, Fotos und Videos gibt es auf Instagram und TikTok unter @unioncamps – dort lebt die Campwoche weiter.

Ansprechperson des Vereins: Maximilian Rienaß

E-Mail: unioncamps.info@gmail.com